Täuschen, Tarnen und "die Zeit der Kasperl hat begonnen"

Immer häufiger beobachten wir, dass sich entweder unqualifizierte Personen als Brandschutzexperten ausgeben, oder zwar qualifizierte Fachleute/Unternehmen angeboten haben, diese Personen jedoch niemals auf der Baustelle anzutreffen sind. Das hat mit Qualität am Bau und der dazu erforderlichen Kontrolle nichts zu tun.

 

Wenn es eíne baubegleitende Kontrolle gibt, dann auch nur von geeigneten Fachleuten an Ort und Stelle. Es hat keinen Sinn, nur am Abschlusspapier die Unterschrift des Experten zu erkennen, wenn dieser kein einziges Mal auf der Baustelle anzutreffen war. Und es hat keinen Sinn, sich jemanden zu engagieren, der fachlich völlig ungeeignet ist. Vertrauen Sie daher bei der baubegleitenden Kontrolle nur berufsberechtigten Unternehmen (Baumeister und Ingenieurbüros, die mit Zusatzausbildungen ihre Kompetenz im Brandschutz belegen können), die Ihnen außerdem nur geeignet qualifiziertes Personal mit geeigneter Fachkompetenz (spezielle Ausbildungen) bereitstellen.

Der Fachexperte selbst muss in der Lage sein, die Brandschutzagenden Ihres Projektes zu prüfen. Werden ersatzweise Mitarbeiter eingesetzt, sow muss der Fachexperte deren Tätigkeit jederzeit voll überwachen können. Nur dann ist die vom Kunden geforderte Leistung auch wirklich erbracht.

 

Das wohl heftigste Beispiel für "Täuschen und Tarnen" kommt zur Zeit aus Deutschland und betrifft den neuen Berliner Flughafen BER. Dort haben sich eine Vielzahl von selbsternannten Experten am Topf bedient, obwohl sie mangels Qualifikation nichts auf der Baustelle verloren hätten (zumindest nicht bei der baubegleitenden Kontrolle im Brandschutz). Vertrauen Sie die Kontrolle und Herstellungsüberwachung für Ihre Brandschutzmaßnahmen niemals einem Kasperl an, denn das hat mit Qualität nichts zu tun!